Was Du unbedingt über die Reiki-Lebensregeln wissen solltest

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Was Du unbedingt über die Reiki-Lebensregeln wissen solltest

Energiewelten - Bettina Diederichs - psychologisch-spirituelle & energetische Beratung
Veröffentlicht von Bettina Diederichs in - Reiki · 1 März 2017
Tags: ReikiLebensregeln


Was Du unbedingt über die Reiki-Lebensregeln wissen solltest

Reiki ist ein wunderbares Werkzeug zur Harmonisierung, Entschleunigung, Zentrierung und Heilung des Körpers. Es ist aber auch ein Entwicklungsweg, den zu Gehen es einer bestimmten Geisteshaltung und Anwendung bestimmter "Lebensregeln" bedarf. Ansonsten ist es nur die halbe Sache!

Erst wenn Du nach den Reiki-Lebensregeln lebst, erzielst Du als Reiki-Praktizierender auch optimale Ergebnisse. Aber auch ohne Reiki zu praktizieren oder in diese Lehre "eingeweiht" zu sein, können diese "Lebensweisheiten" Deinen Energiehaushalt stärken und Deiner spirituellen Entwicklung einen kräftigen Schub geben. Das bedeutet, jeder, der sich ernsthaft auf dem Weg des Suchens begibt, wird mit ihnen enorme Fortschritte machen.

Dieses ernsthafte Praktizieren ist, wie ich es als Reiki-Lehrerin oft wahrnehme, gleich die erste und größte Herausforderung. Die Lebensregeln stellen nämlich zudem einen Weg zur „Charakterveredelung“ dar. Und das erste, was uns hier im Weg steht, ist der eben noch nicht veredelte Charakter – ein unkontrolliertes Ego. Dieses lernst Du zu beherrschen und zu integrieren. Du erlangst somit nicht nur inneren Frieden, Stabilität und Balance – Du wirst fähig, Deine unbewussten und programmierten Reaktionen zu beherrschen und zu meistern.

Wenn sich das für Dich gut anfühlt, lohnt es sich auf jeden Fall hier weiterzulesen.

Wie entstanden die Lebensregeln?
Viele Menschen, denen Dr. Mikao Usui (Begründer des Reiki) mit Reiki geholfen und die er geheilt hatte, kamen nach Jahren zu ihm zurück, um sich erneut von ihm mit Reiki helfen zu lassen. Durch Nachfragen fand er heraus, dass diese Menschen ihr Leben unverändert in ihren alten Mustern und Lebensweisen wie vor der Anwendung weiterlebten. Dies führte allerdings dazu, dass all die alten Blockaden und Beschwerden sich früher oder später wieder im Körper manifestierten. Usui erkannte, dass die reine Anwendung der Reiki-Energie zwar kurzfristig äußerst hilfreich, aber ohne eine veränderte Geisteshaltung eben nicht von langer Dauer sein konnte. So stellte er Lebensregeln auf, damit sich – bei deren nachhaltigem Befolgen – auch Denkweise, geistige Haltung und das daraus resultierende Verhalten grundlegend verändert und verbessert.
 
Diese Lebensregeln sind seitdem Bestandteil jeder Reiki-Ausbildung. Sie sollen dem Schüler bewusst machen, dass sein aktives Handeln für eine dauerhafte positive Entwicklung notwendig ist. Sie geben eine praktische Anleitung für ein Leben in Harmonie und Frieden − mit sich selbst und mit anderen.

Leider sehe ich doch häufig, dass die Lebensregeln von Schülern nicht so recht ernst genommen werden. Der Reiki-Weg hat, weil er uns von seinem Kulturursprung her fremd ist, aber auch durch die New Age Bewegung für viele einen blumigen und plüschigen Stempel bekommen. Und so ist es auch mit den Reiki-Lebensregeln. Sie sind für eine andere Kultur geschrieben worden und darum wirken sie oftmals wie zwar schöne und erstrebenswerte Ziele aber auch wie abgedroschene Floskeln.

 
Woran liegt das?
Eine andere Kultur hat einen anderen Volksgeist – einen anderen Charakter. Sie drückt sich anders aus, hat andere Werte, andere Stärken und Schwächen. Das sehen wir jedes Mal, wenn wir in ein anderes Land in den Urlaub fahren und uns an die Gepflogenheiten erst einmal gewöhnen müssen. Wären wir als Westeuropäer in der östlichen Kultur aufgewachsen, würden wir die Ernsthaftigkeit der Sache „Reiki“, insbesondere seiner Regeln, eher verinnerlichen. Ich versuche daher meinen Reiki-Schülern, den Sinn dieser Regeln in ein westliches Verständnis zu „übersetzen“. Diese Regeln gibt es in der westlichen „spirituellen“ Kultur nämlich auch. Nur sind es bei uns eher konkrete Übungen, die aber letztlich den gleichen Effekt haben (vgl. Rudolf Steiner). Komplett in die Tiefe kann ich hier freilich nicht einsteigen, das ist Teil einer umfangreichen Ausbildung. Wenn Dich das interessiert, klicke hier: Reiki-Kurse. Aber zumindest einen Einstieg kann ich Dir hier geben.

Die Lebensregeln damals und heute
Ursprünglich stellte Usui fünf Regeln auf, die ins Deutsche recht frei und erweitert übersetzt wurden. Sie lauten:

    • Gerade heute ärgere Dich nicht
    • Gerade heute sorge Dich nicht
    • Sei dankbar für die vielen Segnungen
    • Arbeite hart (Verdiene Dein Brot mit ehrlicher Arbeit)
    • Ehre Deine Eltern, Lehrer und die Älteren (Sei freundlich zu Deinen Nachbarn)
 
Dem "Gerade heute" wird eine besondere Wichtigkeit zugeschrieben. Es macht deutlich, dass wir an jedem Tag und in jedem Augenblick die Wahl haben: Wir können uns ärgern oder nicht, wir können uns mit Sorgen den Tag schwer machen oder nicht. Kurzum: wir können mit den Regeln arbeiten oder wir können es lassen. Bis uns diese neue Lebensweise in Fleisch und Blut übergeht und in unser Unterbewusstes sickert, müssen wir uns eine Zeit lang täglich an diese freie Entscheidung erinnern und sie uns bewusst machen. Zudem ist dabei das Wiederholen des "Gerade heute" für unser Gehirn eine wichtige Stütze und betont die Wichtigkeit im Hier und Jetzt zu leben.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass im Zuge des positiven Denkens aber auch des sich stets wandelnden Zeitgeistes die Lebensregeln angepasst und teilweise erweitert wurden. Inzwischen findet man verschiedene Versionen in Büchern, im Internet und auch in Ausbildungen. Im Kern vermitteln sie jedoch die gleichen Botschaften.

 
Was bedeuten die Regeln für uns im Alltag und wie können wir sie umsetzen?
 
1. Gerade heute ärgere Dich nicht

Je positiver und ausgeglichener ein Mensch ist, desto positiver ist sein Energiehaushalt. Ärger und Groll hingegen haben eine niedrige Schwingung und drücken unsere Eigene somit herunter. Es ist völlig ok, zu Dingen, die uns nicht passen, unsere Meinung zu sagen und auch einmal wütend zu sein. Aber dann sollten wir diese Emotionen auch wieder loslassen. Leider beginnen wir häufig um diesen Ärger eine Geschichte zu spinnen und ziehen uns so tiefer und tiefer in die Spirale aus negativen Gefühlen. Dadurch ändern sich jedoch die Dinge nicht. Stattdessen nähren wir unseren Ärger immer weiter und schwingen immer niedriger.

Im tieferen Sinne geht es bei dieser Regel um ein Trainieren von Gelassenheit. Versuche auch in ärgerlichen Situationen besonnen und auch humorvoll zu bleiben. Es geht nicht darum, keinen Ärger mehr zu fühlen oder ihn gar zu unterdrücken. Jedoch soll die Regel Dich lehren, Deine Gefühle aushalten und lenken zu können. Dies hilft Dir zudem, unkontrollierte oder unfaire Wutausbrüche – insbesondere wenn sie gegen andere gehen – beherrschen zu lernen.
 
2. Gerade heute sorge Dich nicht

Lebe nicht in Angst und ständiger Sorge um die Zukunft. Alles, was wir uns so gerne in unserem Kopf an schlimmen Dingen ausmalen, ist erst einmal nur eine Vorstellung. Wir wissen nicht, ob es so kommen wird. Darum ist es nicht sinnvoll, sich vorsichtshalber jetzt schon einmal in die Situation rein zu denken. Dadurch verhindern wir nicht das, was möglicherweise geschieht, sondern wir sorgen nur dafür, dass wir uns heute schon schwach und elend fühlen. Auch Ängste und Sorgen schwingen niedrig.

Unsere Sorgen können die Dinge nicht verhindern, ganz im Gegenteil: Gerade diese ständige Beschäftigung mit ihnen gibt den Dingen, vor denen wir uns fürchten, Energie und Kraft. Wir "versorgen" unsere Sorgen also mit der Kraft, die sie brauchen, um Gestalt anzunehmen. Wir ziehen also im schlimmsten Fall die Dinge in unser Leben, die uns so große Angst machen.

Diese Regel stellt im tieferen Sinne ein Beobachten und Beherrschen der eigenen Gedankenstrukturen dar. Sie stärkt Deinen Willen. Mit ihr lernst Du, Deine Gedanken bewusst auszuwählen. Auch hier geht es nicht um ein Verdrängen oder Augen verschließen. Es ist sicher richtig, mögliche Konsequenzen einer Situation zu bedenken, aber dies eben rational und nicht voller Furcht und Sorge. Versuche stattdessen im Vertrauen zu bleiben, dann bist Du auch viel effektiver in der Lösungsfindung.
 
3. Sei dankbar für die vielen Segnungen
(Gerade heute sei dankbar für alles...)

Dankbarkeit ist eine der schnellsten und effektivsten Methoden, um unsere Schwingung zu erhöhen.
Die meisten Dinge sind durch unseren westlichen Lebensstandard so selbstverständlich geworden, dass wir selbst an unserem wirklich guten Leben ständig herumnörgeln. Kaum noch jemand erkennt den Segen, dass er regelmäßig essen darf, dass wir Bildung haben, dass selbst bei Arbeitslosigkeit und Krankheit für uns irgendwie gesorgt ist oder er fließendes sauberes Wasser hat. Wir wollen stattdessen immer mehr und merken nicht, dass wir in einem Kreislauf aus "mehr wollen" gefangen sind.
 
Wenn wir allerdings die Dinge nicht wertschätzen, die wir haben, können wir auch die Dinge nicht wertschätzen, die wir bekommen – zumindest nicht dauerhaft. Dieses Streben nach mehr, ohne die Wertschätzung für das was da ist, ist eine Energie, die sich selbst anzieht: Es erschafft weiteres Streben nach mehr. Durch Dankbarkeit aber − auch oder besonders für die kleinen "selbstverständlichen" Dinge − schaffen wir eine Energie, die dafür sorgt, dass wir noch mehr Dinge in unser Leben ziehen, für die wir dankbar sein können.

In einem tieferen Sinne geht es darum tiefste Schattenaspekte zu durchleuchten, die den Menschen hindern, etwas – und sei es noch so schrecklich – mit einer Gleichgültigkeit (es ist gleich gültig – nicht egal) anzunehmen. Eine der schwersten Lektionen. Sie lehrt uns, das Leben in einem übergeordneten Zusammenhang und in seiner göttlichen Ordnung zu betrachten. Und sie lehrt uns Eigenverantwortung. Es ist eine der besten Übungen, das Herz-Chakra zu aktivieren und zu öffnen.

4. Arbeite hart (an Dir)
(Verdiene Dein Brot mit ehrlicher Arbeit)

Zum einen ist hier gemeint, dass Du nach bestem Wissen und Gewissen Deine Arbeit machst und Deine eigenen Angestellten angemessen entlohnst. Aber auch Dich selbst sollst Du nicht vergessen: Kenne Deinen Wert und wisse, was du leistest. Dafür darfst und solltest Du Dich stets entsprechend entlohnen (lassen). Das ist wichtig für den Energiefluss. Ist hier kein Ausgleich geschaffen, kommt es zu Blockaden oder Energieüberschüssen. Beides schadet und das kann jede Ebene betreffen. Dies kann sich in Verlusten, zu hohem Arbeitsaufkommen, Kündigungen oder Krankheit manifestieren. Kurzum: Baue Deinen Erfolg und Reichtum weder auf Deine Kosten noch auf Kosten anderer auf.
 
Zum anderen – und das ist eigentliche tiefere Sinn – ist hier Deine Arbeit an Dir Selbst und Deiner persönlichen Weiterentwicklung gemeint. Dies bedeutet jeden Tag Deiner persönlichen Entwicklung zu widmen. Eigene Bequemlichkeiten zu überwinden, die Komfortzone zu verlassen und umzusetzen, was Du Dir vorgenommen hast. Kurz: Reflektiere Dich stets selbst und versuche aus all Deinen Erfahrungen Deine Lehren zu ziehen.
 
5. Ehre Deine Eltern, Lehrer und die Älteren
(Sei liebevoll zu allen Lebewesen)
 
Jedes Leben − egal ob Mensch, Tier oder Pflanze − ist ein Leben und damit gleichwertig. Kein Leben ist wichtiger als das andere und jedes ist ein Ausdruck des Göttlichen. Wenn wir uns dies vor Augen führen, ist es uns möglich, jedes Lebewesen mit Liebe, Dankbarkeit und Respekt zu betrachten und ihm auch im Rahmen unserer Möglichkeiten entsprechend zu begegnen. Wir schaffen so ein harmonisches Umfeld und können in Harmonie und Einklang leben.

Vergiss auch hier nicht die Freundlichkeit Dir selbst gegenüber. Nur wenn Du wahrhaft freundlich zu Dir selbst bist, kann Deine Freundlichkeit im Außen echt sein.

Mit dieser Regel geht es um das Erlernen einer gewissen Demut und Bescheidenheit. Sie wendet sich an unser Bedürfnis zu urteilen, zu werten und zu richten. Gerade auf dem spirituellen Weg tappen Menschen oftmals in die Falle des spirituellen Egos. Aber auch im „normalen“ Alltag dominiert in unserer Gesellschaft oftmals das Ego. Dieses zu überwinden bzw. zu integrieren; zu erkennen, dass man eben nicht immer alles besser weiß, dass auch der andere ein Recht auf seine Meinung hat, darf mit dieser Regel trainiert werden.
 
Abschließend die Lebensregeln noch einmal zusammengefasst, die ich gerne als Affirmation in der Ich-Form verwende:

    • Gerade heute ärgere ich mich nicht
    • Gerade heute sorge ich mich nicht
    • Gerade heute bin ich dankbar
    • Gerade heute arbeite ich hart
    • Gerade heute ehre ich meine Eltern, Lehrer und die Älteren
 
Zum Schluss noch ein Tipp:
Nimm Dir nicht alle Regeln auf einmal vor. Dann neigt man leicht zum Schummeln. Beginne mit einer Regel und versuche, sie täglich in Deinen Alltag mehr und mehr zu integrieren. Wenn Du soweit bist, nimmst Du die nächste hinzu. Oder Du übst zum Einstieg erst einmal tageweise, indem Du Dich jeden Tag einer anderen Regel widmest.

Ich wünsche Dir viel Freude, beim Umsetzen und Verinnerlichen der Regeln und alles Liebe für Dich
Deine Bettina

Text: © Bettina Diederichs

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