- Leben im Takt der Natur - Warum Rhythmen für uns so wichtig sind

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- Leben im Takt der Natur - Warum Rhythmen für uns so wichtig sind

Energiewelten - Bettina Diederichs - psychologisch-spirituelle & energetische Beratung
Veröffentlicht von Bettina Diederichs in - Leben im Takt der Natur · 26 Oktober 2018
Tags: NaturJahreskreis
Leben im Takt der Natur –
Warum Rhythmen für uns so wichtig sind

Alles in unserem Leben folgt einem gewissen Rhythmus.
Noch vor wenigen Generationen war unser gesamtes Leben besonders vom Lauf der Sonne geprägt. Unser Schlaf, unsere Arbeit, unsere Ernte. Alles war darauf ausgerichtet, in diesem großen Rhythmus der Natur mitzuschwingen. Wir waren eingebunden.

Heute sind wir davon weitgehend unabhängig: Wenn es dunkel ist, knipsen wir das Licht an. Im Winter – wollen wir Sonne und Wärme – fliegen wir ganz einfach in den Süden. Wenn wir Erdbeeren möchten, gibt es die auch im Winter und selbst Spargel bekommen wir irgendwie schon irgendwo her. Wir können immer und zu jederzeit alles haben.

Schon toll, dieser Fortschritt, den wir erleben. Aber mit all dem und so schnell, wie sich unser Leben in den letzten 100 Jahren verändert hat, konnten wir körperlich und energetisch gar nicht so recht mithalten. Und irgendwie haben wir irgendwann in dieser Zeit etwas ganz entscheidendes vergessen und verloren: Nämlich dass auch wir Menschen Teil des Ökosystems „Natur“ sind. Fast unmerklich haben wir uns nach und nach aus ihrem harmonischen und lebensspendenden natürlichen Rhythmus einfach ausgeklinkt. Der – wenn wir ihm folgen – eine Regelmäßigkeit, Grundharmonie und Grundbalance auch in unser individuelles Leben bringt.

Auf unser Körpersystem hat das eine fatale Wirkung. Denn auch unser Körper folgt dem natürlichen Gesetz des Rhythmus. Zellen erneuern sich regelmäßig und auch unsere Organe sind zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich stark aktiv. Wie wichtig Rhythmus für uns ist, erkennen wir beispielsweise daran, wenn unser Schlaf-Wach-Rhythmus auseinandergeraten ist – zum Beispiel am berühmten Jetlag, nach einer langen Flugreise. Oftmals sind dann sogar Verdauung und Immunsystem durcheinander. Das pendelt sich glücklicherweise nach ein paar Tagen alles wieder ein.

Was ist aber, wenn wir uns aus einem so großen umfangreichen Zyklus wie den Erd- und Naturrhythmen komplett und dauerhaft entfernen? Du denkst, das hast Du nicht? Dann frage Dich doch mal: Wann hast Du das letzte Mal wirkliche Nacht erlebt – wirkliche Dunkelheit? Ständig ist irgendwo Licht: Straßenlaternen, vorbeifahrende Autos, Reklameleuchten. Selbst zu Hause blinkt, sogar wenn wir das Licht mal auslassen, immer irgendwo irgendetwas. Und wenn es nur das Standby-Lämpchen des Fernsehers ist. Unser Körper aber braucht die volle Dunkelheit für einen guten Schlaf und die in ihm stattfindende Melatoninproduktion. Dazu kommen dann möglicherweise noch Wechselschichten, klimatisierte Räume, künstliches Neonlicht und viel zu wenig Freizeit und Ausgleich.

Und völlig unbeeindruckt von all dem, beobachten uns Mutter Erde und das ganze Universum, die immer noch in aller Ruhe und Geduld ihrem ganz natürlichen und liebvollen Rhythmus folgen – ohne uns. Die Jahreszeiten kommen und gehen. Auf Tag folgt Nacht, auf Ebbe die Flut... Der Mond folgt seinem Zyklus, dessen Einfluss auch wir manchmal noch spüren und für uns nutzen könnten.

Ja, wir haben uns abgeschnitten
Seelisch und energetisch taumeln wir durch ein Niemandsland. Nirgendwo ist Halt. Alles ist überall und doch auch irgendwie nichts. Wir fühlen uns überreizt, überfordert, getrieben, leer und letztlich irgendwie raus katapultiert aus dem großen Ganzen.
 
Wäre es nicht schön, wenn wir diese Verbindung zu diesem Ganzen wieder spüren könnten? Wenn wir endlich wieder wüssten, wo genau unser Platz in diesem natürlichen System ist? Vermittelt es nicht eine ungeheure innere Ruhe zu wissen, dass Rhythmus stets sicher ist. Und wenn Du mit ihm bist, Du Dich von ihm getragen und geführt fühlen könntest?  
 
Das geht. Wie?
Finde etwas was Dich zurückbringt.

Niemand sagt, dass wir uns nun von all den tollen Dingen, die wir heute haben, abwenden sollen. Nur sollten wir die Neuerungen in unseren natürlichen Rhythmus einbinden – nicht ihn durch sie bestimmen lassen!

Geben wir uns selbst die Vorfreude zurück, indem wir nur noch Früchte kaufen, wenn es auch ihre Zeit ist. Versuchen wir es wenigstens bei ein paar Sorten. Lassen wir es mal wirklich wieder richtig Nacht werden. Denn auch unsere Seele braucht sie, damit wir ruhig und besinnlich sein können und an unseren Erfahrungen des Tages wachsen. Passen wir unsere Haut nach und nach wieder an die Sonne an, indem wir sie ab dem Frühjahr allmählich wieder genießen, statt ihr mit künstlichem UV-Licht eine „gesunde Farbe“ zu verpassen.

Gestatten wir uns zurückzukehren, an einen Ort und in einen Rhythmus, wo wir wahrlich zu Hause sind. Und zu dem wir immer gehört haben.

Ich lade Dich ein, Dich gemeinsam mit mir wieder allmählich diesem großen sanften Rhythmus anzuschließen. In dieser Rubrik meines Blogs werde ich dieses Thema immer wieder mal aufgreifen. Ich freue mich, wenn Du auch meinen Newsletter abonnierst. Darin erinnere ich Dich monatlich an die derzeitigen Energien und auch an die Feste des Jahreskreises, in denen unsere Ahnen den Rhythmus von Mutter Erde und Natur noch gefeiert haben.
 
Bis bald!
Deine Bettina

Text: © Bettina Diederichs (darf gerne mit Hinweis auf die Quelle geteilt werden)


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