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Der Zauber der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche – Wenn das Jahr Bilanz zieht

Energiewelten - Bettina Diederichs - psychologisch-spirituelle & energetische Beratung
Veröffentlicht von in - Leben im Takt der Natur · 19 September 2020
Tags: MabonHerbsttagundnachtgleicheHerbstWaageJungfrau


Der Zauber der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche – Wenn das Jahr Bilanz zieht

Kühle Morgen, klare frische Luft, nebelige Felder … surreal wird es, wenn es Herbst wird.
 
Der Herbst wirkt oft so „verwunschen“, weil er eine der Schwellenzeiten im Jahreskreislauf darstellt. Das sind Zeiten des Übergangs – eine Art Zwischenzeit: Stunden, Tage bis hin zu ganzen Jahreszeiten können das sein. Diese Zwischenzeiten sind extrem kraftvoll. Vieles kann in ihnen bewegt und verändert werden. Alles was „dazwischen“ liegt, hat zum Beispiel in der Magie schon immer eine besondere Beachtung gehabt. In Schwellenzeiten lüften sich nämlich die Schleier in andere Welten und Dimensionen. Und das ist es, was die Atmosphäre des Herbstes so magisch macht.
 
Mit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche – einem Schwellentag – tauchen wir also ein in eine Schwellenzeit. Und das ist auch im allgemeinen Sprachgebrauch gar nicht unbekannt. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich Sätze höre wie „Ich brauche noch eine Übergangsjacke für den Herbst“. Den wenigsten scheint bei solchen Sätzen bewusst zu sein, wie tiefsinnig dieser Begriff aus der Modewelt doch eigentlich ist, wenn man ihn mal von der energetischen Seite beleuchtet.  
 
Übergangsphasen sind Aufräumphasen, so auch die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Und sie nimmt ihren Job auch ziemlich genau. Nicht ganz unschuldig daran ist die Energie des astrologischen Zeichens Jungfrau, das bis kurz zuvor regiert. Sie ist sehr gründlich und kritisch. Und sie ordnet für ihr Leben gern, damit ihre Nachfolgerin, die Waage, den verbliebenen nützlichen Rest im Sinne einer göttlichen Ordnung ausgleichen kann.
 
Leider geht die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche – auch Mabon genannt – neben den anderen Festen des Jahreskreises oft unter. Ihre Aura ist unaufgeregt. Sie braucht kein großes „Brimborium“. Nein, es ist eher ein leises Fest. Scheinbar ist seine Energie nicht so spektakulär wie zum Beispiel beim naheliegenden Samhain oder in den Rauhnächten im Dezember. Aber das ist eben nur scheinbar so. Tatsächlich haben wir hier ein Fest mit einer geradezu unverzichtbaren Energie für ein glückliches und erfülltes Leben: die Energie der Balance. Tag und Nacht sind für einen magischen Moment gleich lang. Wenn man sich das mal bewusst vor Augen führt, bekommt man eine Idee für diese machtvolle Zeit.
 
Dass die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche quasi zwischen Jungfrau und Waage liegt, macht sie zu einem Fest der göttlichen Ordnung, der Balance und des dafür notwendigen Ausgleichs – aber auch des kritischen Betrachtens und sachlichen Bilanz Ziehens. Keine Angst, ich möchte nicht in das Kaufmännische abdriften – dennoch ist das Beispiel der Geschäftsbilanz geradezu ideal, um die Kraft dieses Sonnenfestes zu symbolisieren. Eine Bilanz für Dein Leben bzw. das bisherige Jahr zu ziehen, dazu lädt diese Zeit nämlich geradezu ein. Nur wird hier nicht – wie in der Unternehmensbilanz – das Kapital dem Vermögen gegenübergestellt, sondern Deine zur Verfügung stehende Lebensenergie Deinem Alltag – also dem, wie Du diese Lebensenergie verwendest.
 
Also? Wie steht es um die Balance Deiner „Bilancia“ – der Waage? Und diese Betrachtung ist voll umfänglich gemeint: Energiesystem, Körper, Beziehungen, Arbeit, Freizeit... Alles im Leben braucht ein bestimmtes Gleichgewicht. Das heißt nicht, dass alles exakt gleich sein muss – aber die Dosis der Zutaten muss stimmen, damit das Gesamtwerk passt. Ein Kuchen, ein Cocktail, ein schmackhaftes Essen, ein Musikstück, unser Blut – alles braucht eine in sich stimmige Balance. Und Du weißt bestimmt selbst, wie schnell ein Essen ungenießbar wird, wenn Du zu viel Salz verwendet hast. Und eine Beziehung zum Beispiel, in der der eine nur gibt, aber nie bekommt, wird irgendwann scheitern.
 
Leider scheint es so, als wäre „Balance“ etwas, was eher hinten angestellt werden kann. Sorgen wir jedoch nicht selbst regelmäßig für ein rechtes Maß, einen Wechsel von aktiv und passiv, Geben und Nehmen etc., so bringt sich die Waage irgendwann selbst ins Gleichgewicht. Das ist die Natur des Lebens. Ein Gesetz, gegen das wir nicht auf Dauer folgenlos verstoßen können.
 
Das Problem ist, dass sich Dysbalancen meistens langsam aufbauen. Wir merken einfach nicht (oder wollen es nicht merken), dass wir aus der Balance geraten sind. Stattdessen gewöhnen wir uns an die sich allmählich aufbauende Schieflage – wie der Frosch, der in einen Topf mit kaltem Wasser gesetzt wird, und welches dann langsam und allmählich immer weiter erhitzt wird. Erst wenn es zu spät ist bzw. das Ungleichgewicht sichtbare Schäden zeigt, kippt die Waage, platzt die Bombe, kocht der Frosch.
 
Es ist jetzt Zeit, dem (unkontrollierten) Eingreifen des Gesetzes entgegen zu wirken. Wie? Schau Dir Deine Jahresbilanz an! Wenn Du es zum ersten Mal zu dieser Zeit bewusst tust, vielleicht sogar Deine Lebensbilanz: Wie steht es um Dein persönliches Energielevel? Und wie setzt Du Deine Energie ein? Gewinnbringend oder kräftezehrend? Und Deine Potenziale? Lebst Du sie – Dich erfüllend und nährend? Oder ignorierst Du sie und lässt Dich durch „Ach-hätte-ich-doch und ich-würde-ja-gerne-Gedanken“ noch mehr Deiner Energie berauben? Was stimmt, was stimmt nicht? Wie stellst Du Dir Dein Leben, Deinen Alltag vor und bist Du selbst ein gutes Vorbild dafür? Wo hast Du Fehler gemacht, die Du vielleicht mal mit Dir klären solltest, weil sie sonst immer noch an Dir nagen und Kraft rauben? Wo kannst Du um Verzeihung bitten oder selbst vergeben?
 
Nein, die Zeitqualität nimmt Dir keine Arbeit ab. Sie erleichtert sie Dir aber! Du erkennst zu dieser Zeit, was Veränderung bedarf, was Dich auslaugt, was oder wer Dir fehlt und wo Du Kraft tanken kannst. Ebenso ist sie ein perfekter Zeitpunkt, jetzt noch das anzugehen, was Du für dieses Jahr eigentlich an guten Vorsätzen erledigen wolltest, aber nicht getan hast. Sie flüstert Dir ein Sanftes: „Es ist noch nicht zu spät“ in Dein Ohr. Welch liebevolle freundliche Aufforderung, die eigenen Bedürfnisse oder auch Fehlverhalten zu erkennen, das Ruder rumzureißen, es besser zu machen und das eigene Leben schöpferisch in die Hand zu nehmen. Das ist es, was die Zeit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche ausmacht.
 
Alles Liebe,
Bettina
Text: ©Bettina Diederichs
Darf gern mit Verweis auf die Quelle geteilt werden

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